Nachdem auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Christian Fichtl der Leiter des Priener Heimatmuseums
Karl Aß 2007 an die FSG mit dem Vorschlag herangetreten war, im Jubiläumsjahr "850 Jahre Prien"
eine Ausstellung im Heimatmuseum zur Geschichte der Schützen in der näheren Heimat zu präsentieren,
erstellte Schriftführerin Hannelore Thiel ein erstes Ausstellungskonzept. Die dreiteilige Gliederung lehnte sich
an die angebotenen drei Räume an.
Erster Schützenmeister Dr. Helmut Schmelz begann das umfangreiche
Archiv der Gesellschaft zu sichten, das bis auf das Jahr 1617 (erstes Schützenrechnungsbuch) zurückgeht.
Schnell stand fest, dass dem Tiroler Adeligen Ferdinand Schurff, der die damalige Schützengilde
ab 1610 übernahm und sich als ihr großzügiger Gönner erwies, der erste Teil der
Ausstellung gewidmet sein sollte. Ein glücklicher Umstand führte zu Prof. Hermann Sandbichler,
der den Stammsitz der Schurff, Schloss Mariastein bei Kufstein, geschichtlich betreut. So
konnten wertvolle Details aus dem bewegten Leben von Ferdinand Schurff in Erfahrung gebracht und lebensgroße
Portraits von Ferdinand und Sophia Schurff besichtigt werden, die sich im dortigen Rittersaal
befinden.
Weitere wichtige Hinweise zu den Anfängen des Schützenwesens in Prien und Umgebung lieferte
Historiker Konrad Breitrainer, der mit Hans Hoesch das Schicksal der ersten "Auserwählten" im Priental zur Heimatverteidigung -
es gab damals noch keine stehenden Heere - erforscht hat.
Auch das "Heimatbuch Prien" von Adolf von Bomhard war eine wichtige Quelle, genauso wie die Manuskripte
des Historikers Peter von Bomhard, die im FSG-Archiv lagern.
Im Januar 2008 begannen Dr. Schmelz und Hannelore Thiel mit der redaktionellen Bearbeitung einer informativen Broschüre als
Ergänzung zur Ausstellung,
die zugleich ein Kapitel der Heimatgeschichte darstellen sollte.
Die Ausstellung installierten Hannelore Thiel und Marie-Luise Schneider unter Mithilfe weiterer FSG-Mitglieder in eineinhalb Wochen.
Lebendiges Anschauungsmaterial aus der geschichtlichen Schützenscheiben- und Waffensammlung der
Gesellschaft sowie Leihgaben von Schützen, Priener Bürgern und des Heimatmuseums ergänzten Dokumente aus dem
FSG-Archiv und Info-Tafeln. Der erste Teil beschäftigte sich mit der Ära Schurff und Preysing bis 1848,
der zweite Teil mit dem allgemeinen Schützenbrauchtum und der Entwicklung der Feuerwaffen, der
dritte Teil mit der Geschichte der Gesellschaft bis in die Gegenwart (siehe auch Die Geschichte der FSG Prien).
Aufgrund des Besucherinteresses wurde die Ausstellung um zwei Wochen verlängert.
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